Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GHT | Musiktheater | Schauspiel | Tanz | Neue Lausitzer Philharmonie - Spielplan

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Sa

26.09.

  • 19:30
  • PGE Turów Arena Zgorzelec
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Turangalîla

1. Philharmonisches Konzert der Neuen Lausitzer Philharmonie

 
Olivier Messiaen (1908–1992)
Turangalîla-Sinfonie

Thomas Bloch, Ondes Martenot
Nicholas Rimmer, Klavier
GMD Andrea Sanguineti, Dirigent



Rezension zum Konzert: Sächsische Zeitung

Olivier Messiaen komponierte die »Turangalîla-Sinfonie« für Soloklavier, Ondes Martenot und großes Orchester im Auftrag von Sergej Kussewitzky für das Boston Symphony Orchestra, welche am 2. Dezember 1949 unter der Leitung von Leonard Bernstein uraufgeführt wurde. Die zehnteilige Sinfonie gehört zu den suggestivsten Werken des Komponisten und mittlerweile – nach mehr als 300 Aufführungen – zum Standardrepertoire großer Orchester. Musikalisch changiert Messiaen zwischen Extremen: Süßlicher Hollywoodsound trifft auf bruistische Härte. Dabei zeigt er sich in diesem Kollossal-Werk als Meister im Jonglieren mit Rhythmus, Klang und Farben: Eine Musik, die sehr reich an unterschiedlichsten Klangwelten ist: mal wechseln sich ruhige, melodische Passagen mit schnellen, rhythmischen ab; mal ist die Tonsprache exotisch gefärbt nach Art balinesischer Gamelan-Orchester; mal imitiert das Soloklavier Vogelstimmen. Ein besonderes Kolorit wird durch die Ondes Martenot erreicht, die eine erstaunliche Bandbreite vom zartesten Piano bis zum durchdringenden Sirenenton besitzt. Mit diesen Mitteln beschwört Messiaen ein Fantasie-Indien voller überbordender Euphorie und hemmungsloser Sinnlichkeit herauf.

Den Konzertflügel »Fazioli« stellt freundlicherweise »VINO E CULTURA« zur Verfügung.
 
Der Name „Turangalîla“ stammt aus dem Sanskrit und wurde sowohl des Klangs als auch seiner Bedeutung wegen ausgewählt. Zusammen bringen die beiden Worthälften die überfließende Energie der Musik und Messiaens Faszination von Zeit und Rhythmus zum Ausdruck: „Turanga“ hat sinngemäß die selbe Bedeutung wie unser Wort „Tempo“, während „lîla“ „Lebenskraft, das Spiel der Schöpfung, Rhythmus und Bewegung“ bedeutet.

Wie alle seine Stücke basiert auch die scheinbar im Rausch geschriebene »Turangalîla-Sinfonie« auf einer rational disziplinierten Arbeitsweise und bietet einen Überblick über die kompositionstechnischen Neuerungen, die Messiaen bis Mitte der vierziger Jahre entwickelt und systematisiert hat. Hier ist es vor allem der Rhythmus , der sich nun vollends von seiner traditionellen Funktion als Stütze melodischer Abläufe emanzipiert und selbst die barbarische Kraft von Strawinskys »Sacre du printemps« in den Schatten stellt.
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