Oskar liebt es, Streiche zu spielen. Doch niemand lacht. Und noch schlimmer: Es bestraft ihn auch
niemand. Oskar hat Krebs und ist unheilbar krank. Als er begreift, dass sich weder die Eltern noch die Ärzte trauen ihm die Wahrheit über seine Krankheit zu sagen, beschließt er mit niemandem mehr zu sprechen. Nur Rosa, eine mürrisch aussehende Dame, die Pizza ausliefert, redet als einzige ohne Umschweife mit ihm.
Zwischen Rosa, der ehemaligen Catcherin mit mehr als 150 Kämpfen, und Oskar entwickelt sich eine besondere Beziehung. Um den Jungen auf andere Gedanke zu bringen, schlägt Rosa ihm ein Spiel vor: Jeder Tag zählt für ihn ab sofort zehn Jahre. So ermöglicht sie ihm ein vollständiges Leben innerhalb weniger Tage. Er erlebt seine erste große Liebe, seine eigene Hochzeit, den ersten Kater nach einer durchzechten Nacht - einfach die Probleme des Erwachsenwerdens.
Er vertraut sich mehr und mehr Rosa an, wodurch sie ihn anregt auch Briefe an Gott zu schreiben. In
diesen Briefen erzählt Oskar von seinen Schmerzen, Sorgen, Freuden und der vergehenden Zeit...
Eine einzigartige Freundschaft wächst zwischen Oskar und Rosa, ohne dass ihnen bewusst wird,
das sich dadurch beider Leben verändert.
Eric Emanuell Schmitt über »Oskar und die Dame in Rosa«:
»Wichtiger als zu genesen ist es zu lernen Krankheit und Tod zu akzeptieren.«
»Oskar und die Dame in Rosa« gehört, wie auch »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« zum »Cycle de l´invisible«, in dem sich Eric-Emanuell Schmitt mit den Weltreligionen beschäftigt: Buddhismus, Sufismus, Judentum und Christentum.
Oskar: Erik Mattusch
Rosa: Sabine Krug
Regie: Stephan Bestier
Ausstattung: Natalie Renaud-Claus
Regieassistenz: Denise Thielsch
THEATER ZITTAU - FOYER
Do., 03.05.2012, 19:30 Uhr
Fr., 15.06.2012, 20:00 Uhr (im Rahmen der JugendTheaterTage)
ACHTUNG: Wiederaufnahme vsl. im Oktober 2012