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Auf hoher See

Farce von Sławomir Mrożek
Aus dem Polnischen von Ludwig Zimmerer
Eine J-O-Ś Produktion
Dauer: 1h 5min o. P.
Aktuell nicht im Programm
Mitten in den Weiten des Ozeans treibt ein kleines Boot, in das sich drei Überlebende einer Schiffskatastrophe ­gerettet haben. Doch an Proviant mangelt es erheblich, und so beschließen die drei Männer, dass einer von ihnen sich opfern muss, um das Überleben der anderen zu sichern. Doch wem gebührt diese Ehre? Ist der Dicke nicht viel zu wichtig für die Welt, um sein Leben auf diese Weise zu lassen? Ist der Schmächtige nicht eigentlich sowieso überflüssig? Und auf welcher Seite wird der Mittlere bei der anstehenden Kannibalen-Abstimmung wohl stehen?

In ein Rettungsboot »Auf hoher See« verlegt, lässt der polnische Autor Sławomir Mrożek in seiner grotesk-satirischen Farce drei unterschiedliche Typen aufeinander los, wie man sie nahezu überall finden kann: im Arbeitsalltag wie auch in jeder Bundestagsdebatte. Appelle an die Menschlichkeit und logische Argumentationen nützen nichts mehr, wenn die drei Herren in den Wahlkampfmodus schalten und sich einander so gut wie irgend möglich zu verkaufen versuchen – und dabei jegliche Moral bereitwillig über Bord werfen.

Rezensionen zum Stück: Sächsische Zeitung, Die Deutsche Bühne,Dresdner Neueste Nachrichten
Die Inszenierung wird gefördert, innerhalb des Projektes »Internationale Theaterkooperation J-O-Ś im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien«, durch die Europäische Union und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Kooperationsprogramm des Freistaates Sachsen und der Tschechischen Republik »Ahoj sousede. Hallo Nachbar. Interreg V A /­ 2014 – 2020«.
Besetzung
Regie: Grzegorz Stosz
Ausstattung: David Marek
Dramaturgie: Gerhard Herfeldt

Regieassistenz: Uwe Körner
Inspizienz: Ramona Ries
Soufflage/­Hospitanz: Konstantin Richter
Der dicke Schiffbrüchige: Caspar Sawade
Der mittlere Schiffbrüchige: Klaus Beyer
Der schmächtige Schiffbrüchige: David Thomas Pawlak
Ein Briefträger/­Ein Lakai: Uwe Körner


Fotos: Pawel Sosnowski
Bewertungen & Kommentare
Auch wenn ich mich hier selbst zitiere:

Es ist für mich sehr faszinierend, zu sehen wie die einzelnen Figuren anhand ihrer Kleidung immer mehr demaskiert werden.

Der Dünne bleibt für mich von Anfang an auch wenn er sich noch so viel Mühe gibt seine Haut zu retten, in die Ecke gedrängt. Er wird vom mittleren, entgegen meiner anfänglichen Erwartungshaltung, weniger unterstützt als dieser dann dem dicken zum Munde redet.

So hatte ich tatsächlich mit diesem weniger Mitleid, als er vom Dicken gequält wurde als ich mit dem Mittleren hatte. Obwohl sich der Mittlere im Zuge des Stückes immer weiter in eine Richtung entwickelt die mir kriecherisch und natürlich dem Dicken zum Munde redend und noch viel versessener um sein Überleben kämpfend erscheint.

Und OMG diese durchscheinenden langen Feinrippunterhosen. Und die Gepunktete Schürze während der Dicke am Ende in voller Montur dasteht…

Um es zusammenzufassen - eine Begeisterte, die auch am 26.Mai wieder dabei sein wird. ☺
Das Stück die Inszenierung und die hungrigen Kannibalen ;) haben mir gut gefallen.
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