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Foto: Artjom Belan

»Liebesgrüße aus Muskau« - Ines Eifler - Sächsische Zeitung

Was ist Liebe?

Das Liebesleben von Fürst Pückler eröffnet Raum für Lieder um die schönste Sache der Welt. Die sind das Beste an der kleinen Musicalkomödie »Liebesgrüße aus Muskau«

(...) Was hat er sich nur dabei gedacht, eine Zehnjährige zu seiner Geliebten zu machen? Was ist Liebe überhaupt genau? War Pückler ein unbeständiger, abenteuerlustiger Spieler oder ein beziehungsunfähiger Narzisst, der Landschaftsgärten mehr liebte als Menschen? Oder war er der Erste, der Liebe grenzenlos europäisch bis nach Nordafrika genoss? Die Geschichte, die das Görlitzer Theater in »Liebesgrüße aus Muskau« aus diesen Fragen strickt, ist zwar nicht ganz überzeugend. Sie ist zum einen Streitgespräch zwischen verschiedenen Ideen zu Liebe, Beziehung, Geschlechterrollen, Erotik und Sex, zum anderen ein Schnelldurchlauf durch Pücklers Leben, Bedeutung und Verdienste vom schönen Park bis zum leckeren Eis. Das gelingt meistens amüsant, oft berührend (...)

(...) Die Lieder aber, die das Liebesverständnis des Muskauer Grafen mit Leben füllen, hat Autorin und Regisseurin Geertje Boeden durchweg gut gewählt (...)

(...) Die Lieder aus drei Jahrhunderten illustrieren einen ganzen Fächer von Liebeskonzepten und sind sehr schön gesungen (...)

(...) Besonders im Mittelteil der kleinen Musical-Komödie, als Lieder von Schumann und Mozart, eine Arie aus der »Lustigen Witwe« und »Songs aus My fair Lady« und »Kiss me, Kate« verklungen sind, blühen die Sänger richtig auf. Da steigt Anna Gössi aus ihrem Seidenkleid, legt die Perücke ab und singt in kurzem Samtkleid, Stiefeln und Tigerstrumpfhose Allanis Morissettes »Ironic« gegen einen Fön an, ihre Locken wehen im Wind (Ausstattung: Sarah Antonia Rung). Das Eifersuchtsduett aus der Dreigroschenoper, das Anna Gössi mit der Athenerin Martha Sotiriou singt, ist ein weiterer Höhepunkt. Die junge Griechin überzeugt von Beginn an mit ihrem vollen Sopran (...)

(...) Ein großer Moment ist das Duett »Tu es monautre«, das erst die beiden Sopranistinnen (Gössi, Sotiriou) singen (...)

(...) Der Tenor Thembi Nkosi und der Bariton Ji-Su Park übernehmen das Liebesduett und kommen sich dann ebenfalls sehr nahe. Obwohl alle vier mitsamt Hans-Peter Struppe als Ratsarchivar Opernsänger sind, kommen in diesem Format im Foyercafé die moderneren Titel besser zur Geltung als die klassischen. Darunter das Duett »Baby,it’s cold outside«, »Time« von Tom Waits und »Imagine« von John Lennon,das – sehr ergreifend – alle miteinander singen. Die musikalische Leitung liegt in den Händen der Pianistin Olga Dribas, die alle Lieder am Flügel wie immer sensibel begleitet (...)‎‎‎

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