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SCHAUSPIEL: »Sei ein Frosch!« – Rainer Könen – Sächsische Zeitung

Zum Quaken

Im Zittauer Theater fand am Sonnabend die Uraufführung des Stückes „Sei ein Frosch!“ statt.


Eine Botschaft des Nachmittages im Zittauer Theater gleich einmal vorweg:
Prinzessinnen lieben Frösche. Und eben diese quakenden Gesellen werden von den Königstöchtern hoffnungsvoll geküsst. Da hat man als kleines Fröschlein doch wahrlich keinen Grund, in eine andere Haut zu schlüpfen. Oder etwa doch?

Nun, Mona Frosch hat eine Handvoll Gründe parat, warum sie kein Frosch mehr, sondern ein Mäuschen sein möchte. Weil „die doch leckere Getreidekörner essen“, hervorragende Tänzer sind und sich vor allem einbuddeln können, wenn ein Storch in der Nähe ist. Für Mona Frosch sind das schon mal per se genug Motive, um in die Haut eines Mäuschens zu schlüpfen. Und kann man als Maus nicht auch prima mit Katzen spielen?

Das Kindertheaterstück „Sei ein Frosch!“, welches am Sonnabend im Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau seine Uraufführung feierte, zeigt nicht nur Kindern auf, dass der Wunsch nach einer anderen Identität häufig von falschen Vorstellungen geprägt ist. Der Autor Jörg Wolfradt hat mit „Sei ein Frosch!“ ein Kindertheaterstück geschrieben, dem auch Erwachsenen die eine oder andere Botschaft entnehmen können. Etwa die, dass man sich im Leben mit seinem Ich arrangieren sollte, vor allem dann, wenn die Dinge nicht so gut laufen. Schauspieler Marc Schützenhofer, der seit einem Jahr zum Ensemble des Zittauer Theaters gehört und auch in einigen Kinderstücken mitwirkte, zeigt bei seinem Regiedebüt, worauf es ihm bei einer solchen Geschichte ankommt. Auf ein überschaubares Bühnenbild, auf eine Geschichte, die mit 40 Minuten kurz daherkommt. Die Kulisse besteht aus einem Leinentuch, einem gerollten grünen Teppich, der eine Blumenwiese darstellt. Per Polyluxgerät wir die Atmosphäre an einem Teich vermittelt.
Auch Frido Maus ist unglücklich, möchte so gerne ein Frosch sein. Weil die doch so weit hüpfen, planschen und tauchen können. Paula Schrötter, die dem Mäuschen, welches zuerst als Frosch verkleidet die Bühne betritt, mit bemerkenswertem Einfühlungsvermögen ihrem kleinen Nager Leben einhaucht, muss sich jedoch in den ersten 20 Minuten allein durch das Stück hangeln, wodurch die Handlung des Stückes nur langsam Fahrt aufnimmt, nicht ganz so leicht wirkt. Als sich Mona Frosch im Mäusekostüm, herzerfrischend naiv von Katja Schreier gespielt, auf die Bühnenwiese begibt, wird es schwungvoll. Weil auch Mona Frosch gern ein anderes Tierchen sein möchte: nämlich ein Mäuschen. Weil die doch ein kuschliges Fell haben und es sich auch in der Erde so gemütlich machen. Schnell ist klar, dass jeder der beiden gern der andere wäre. Doch nach einigem Hin und Her erkennen Frosch wie Maus, dass es eigentlich egal ist, in welcher Haut man steckt. Einzig die Freundschaft zählt, der Zusammenhalt im Leben und das man sich aufeinander verlassen kann. So hat die Geschichte das passende Happy End, schwimmen die beiden auf Seerosenblättern davon. Und die jungen Besucher? Die durften nach Ende der Vorstellung das Innere der Bühnenwiese erkunden, auf der Suche nach Frido Maus und Mona Frosch.

Rainer Könen
Sächsische Zeitung
15.12.2014

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