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GMD Andrea Sanguineti
Foto: Nikolai Schmidt

KONZERT: »Bilder einer Ausstellung« – Jens Daniel Schubert – Sächsische Zeitung

Andrea Sanguineti, neuer Lausitzer Generalmusikdirektor, präsentiert farbenreiche „Bilder einer Ausstellung“

Im 1. Philharmonischen Konzert präsentiert sich die Neue Lausitzer Philharmonie erstmals mit ihrem neuen Generalmusikdirektor. Am Donnerstag war das Deutsch-Sorbische Volkstheater in Bautzen fast vollständig besetzt. Die Bautzner kamen, um den Italiener Andrea Sanguineti willkommen zu heißen und zu hören, wie er die „Bilder einer Ausstellung“ interpretiert. Das Konzert begann mit Hindemiths „Sinfonischen Metamorphosen“. Die Werkauswahl erwies sich als sehr geschickt, basiert diese Komposition doch auf Themen von Weber, ist also in ihrer Struktur und den musikalischen Mitteln „Moderne light“. Vieles entspricht klassischen Hörgewohnheiten, aber immer wieder klingen gut verpackt auch moderne Elemente durch. Außerdem bieten die vielschichtigen Farben und dynamischen Entwicklungen dem Orchester die Möglichkeit, sich von den unterschiedlichsten Seiten zu präsentieren. Der neue Dirigent mit seiner fast jungenhaften, sympathisch-natürlichen Ausstrahlung hatte das Werk genau gearbeitet, führte die Musiker sicher und gab den unterschiedlichen Charakteren Raum zur Entfaltung.
Im Solostück des Abends nahm sich Sanguineti bescheiden zurück, dirigierte ohne Stab gefühlvoll begleitend. Thomas Hille, ein erst 23-jähriger Kontrabassist aus Bayern, fesselte mit der virtuosen Beherrschung seines Instruments das Publikum. Bereits im regulären Stück, einem Kontrabasskonzert des Barockkomponisten Johann Matthias Sperger, entlockte er seinem Instrument unglaubliche Klänge. Wie er allerdings in der Zugabe mit den unterschiedlichsten Strich- und Zupftechniken, Flageolettönen, Doppelgriffen, raschen Lagenwechseln und beseeltem Vibrato seinen Bass wütend brummen und zärtlich wispern ließ, war schlichtweg frappierend.
Nach der Pause stand dann das titelgebende Stück auf dem Programm, Mussorgskis Konzertklassiker in der farbenschillernden, illustrativen Instrumentierung von Maurice Ravel. Die Neue Lausitzer Philharmonie musizierte das bekannte Werk mit großer Ernsthaftigkeit und folgte ihrem Chef zu einer differenzierten Ausleuchtung der Klangfarben. Der neue „General“ hat offensichtlich bereits ein gutes Gespür für seine Musiker entwickelt. Er lässt sich auf die Musik ein, verzichtet auf große Gestik und theatralische Emphase, weiß aber wohl Akzente zu setzen und Stimmungen zu bauen. Das Publikum in Bautzen war begeistert und applaudierte lang anhaltend.

Jens Daniel Schubert
Sächsische Zeitung
14.09.2013

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