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Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Große romantische Oper von Richard Wagner

 
Der Ritter und Sänger Tannhäuser verließ einst die Wartburggesellschaft, um im Venusberg grenzenlose Lust zu genießen. Inzwischen ist er dieser jedoch überdrüssig und verlässt Frau Venus wieder. Er wird erneut auf die Wartburg geladen, um dort in einem Sängerwettstreit die ihn liebende Landgrafennichte Elisabeth als Preis zu ersingen. Da der Kompromisslose sich erneut mit den Moralvorstellungen der Versammelten anlegt und zuletzt gar die Göttin der Liebe besingt, wird daraus ein Sängerkrieg. Nur Elisabeths Einsatz für ihn rettet Tannhäuser das Leben. Der reuige Sünder soll nach Rom ziehen, um dort vom Papst die Vergebung seiner Schuld zu erlangen. Der Papst weigert sich, doch ist am Ende der göttliche Einfluss einer verzweifelt flehenden Frau stärker als der des angeblichen Stellvertreters Gottes auf Erden.

Wagners Oper ist nicht nur reich an populären Nummern wie der Ouvertüre, dem Einzug der Gäste auf der Wartburg, dem Pilgerchor und Wolframs Lied an den Abendstern: Sie ist auch ein packendes Drama um einen nonkonformistischen Künstler, der die Gesellschaft herausfordert, letztlich aber an ihr zerbricht. Problematisiert wird dabei auch das damalige Frauenbild, die Aufspaltung der Frau in Hure und Heilige.

Rezensionen: Sächsische Zeitung; Dresdner Neueste Nachrichten; neue musikzeitung
 
 
2 Bewertung(en) (5,00 Sterne)
 
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Kommentare
Dr. Bärbel Fliegel
Die Vorstellung am Ostersonntag war eine rundum gelungene Leistung aller Beteiligten. Der Weg von Zittau hat sich gelohnt. Man kann es den Opernfans - v.a. auch den Zittauern - nur empfehlen, diese Wagnerinszenierung anzusehen und v.a. anzuhören! Sie wird nicht nach Zittau kommen. Faszinierend war für mich, wie genau die Akteure die Töne und die Worte artikulieren. Eine selten zu findende Textverständlichkeit und wunderbare Akustik trugen zum Genuss bei. (07.04.2018 - 13:54 Uhr)
rchnaumann
Das war eine in jeder Hinsicht sensationelle Aufführung am 01.04.2018. Das betrifft sowohl die Inszenierung als auch sämtliche Mitwirkenden. Die Inszenierung zeigt die Handlung aus der Sicht Richard Wagners sehr spannend und werkgetreu. Dabei wird weitestgehend auf die heute vielfach üblichen Mätzchen des modernen Regietheaters verzichtet.
Franco Farina sang und spielte die Titelpartie des "Tannhäuser" in jeder Beziehung hinreißend und absolut überzeugend. Patricia Bänsch war sängerisch und darstellerisch eine überwältigende Venus und Elisabeth. Stephan Bley als Landgraf Hermann, Ji-Su Park als Wolfram von Eschinbach und alle anderen Sänger fand ich ebenso ausgezeichnet. Das Orchester und der große Opernchor unter Leitung des Chefdirigenten Andrea Sanguineti bzw. Albert Seidl spielte bzw. sang phantastisch. Eine derartig hervorragende Aufführung ist an den großen Häusern - weltweit - heute kaum noch zu finden, nur in Görlitz.
(01.04.2018 - 20:39 Uhr)
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INFORMATIONEN

Sa

17.03.

  • 18:30
  • Großer Saal/Görlitz

WEITERE VORSTELLUNGEN

BESETZUNG

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti / Ulrich Kern (27.05.2018)‎
Regie: François de Carpentries
Ausstattung: Karine Van Hercke
Choreinstudierung: Albert Seidl
Dramaturgie: Ivo Zöllner
Musikalische Einstudierung: Olga Dribas / Tommaso Turchetta

Hermann, Landgraf von Thüringen: Stefan Bley
Tannhäuser: Franco Farina
Wolfram von Eschinbach: Ji-Su Park
Walther von der Vogelweide: Thembi Nkoski
Biterolf: Hans-Peter Struppe (für vers. V. Marek Kalbus )

Heinrich der Schreiber: Michael Berner
Reinmar von Zweter: Meinhardt Möbius
Elisabeth/Venus: Patricia Bänsch
Ein junger Hirt:Jenifer Lary
Vier Edelknaben: Lija Jankowska , Adrienn Balász , Jessica Wagner, Emma Rothmann


Neue Lausitzer Philharmonie
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