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Im Strom des Grenzlandes

Gesprächsforum mit Uwe Rada und Volker Koepp

 
Europäische Ströme üben seit jeher eine große Faszination aus. Sie markieren Kulturlandschaften, bilden Regionen, gestalten Natur- und Lebensräume, sind Metapher für Vergänglichkeit und Mobilität, Zerstörung und Neubeginn, Verlust und Trennung. Sie können verbinden oder trennen. Über Jahrhunderte und nicht zuletzt durch das 20. Jahrhundert – das Jahrhundert der Ideologien -hat sich die Bedeutung vieler Flüsse in Mittel- und Osteuropa gewandelt. Die Grenzflüsse, wie die Oder und die Lausitzer Neiße, sind seit 1990 nach und nach zu Begegnungsräumen geworden und spielen eine immer größere Rolle für den grenzüberschreitenden Tourismus. Die Memel, einst „Strom des deutschen Ostens“, fließt heute durch mehrere Länder und bildet die Außengrenze der Europäischen Union. Wem gehören die europäischen Flüsse und ihre Lebensläufe? In wie weit können Grenzlandschaften und -flüsse narrative Räume sein? Diese Fragen diskutieren wir mit unseren Gästen, dem Buchautor Uwe Rada und dem Dokumentarfilmer Volker Koepp.

Volker Koepp, geboren 1944 in Stettin, ist Dokumentarfilm-Regisseur. Bekannt wurde er durch seine Langzeitdokumentationen des Alltags in der DDR und der Veränderungen nach 1989 (Leben in Wittstock, 1984). Internationale Aufmerksamkeit erlangte er 1999 mit seinem Film über die letzten deutschsprachigen Juden von Czernowitz Herr Zwilling und Frau Zuckermann. In einer Vielzahl seiner Filme thematisiert Koepp (Grenz-)Landschaften Ost- und Mitteleuropas, so zum Beispiel Kurische Nehrung (2001), Memelland (2008), Berlin-Stettin (2009), In Sarmatien (2014) oder Landstück (2016).

Uwe Rada, geboren 1963, ist Redakteur der taz und Buchautor. Für seine publizistische Arbeit hat Rada mehrere Stipendien und Preise erhalten, u.a. von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Goethe-Institut. Er hat mehrere Bücher zur Geschichte Mittel- und Osteuropas geschrieben, zuletzt Berlin und Breslau. Eine Beziehungsgeschichte (2016) und 1988. Roman (2017). In Die Oder. Lebenslauf eines Flusses (2005) und Die Memel. Kulturgeschichte eines europäischen Stromes (2010) geht Rada der Bedeutung der europäischen Flüsse als Erinnerungsorte und moderne Landschaften nach.

Moderation: Eva Sturm, Cellex Stiftung, Dresden
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