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Die Dreigroschenoper

Ein Stück mit Musik von Bertolt Brecht nach John Gays »The Beggarʼs Opera« und Musik von Kurt Weill

 
Polly Peachum bandelt mit dem berüchtigten Räuber ­Macheath, besser bekannt als Mackie Messer, an. Das wäre an sich kein Problem, wäre sie nicht ausgerechnet die Tochter des »Bettlerkönigs« von London, Jonathan ­Jeremiah Peachum. Und da diesem der neue Schwiegersohn überhaupt nicht zusagt, verwundert es nicht, dass er ihm recht bald nach der Hochzeit die Polizei auf den Hals hetzt. Aber Macheath ist auf alle Eventualitäten vorbereitet: Der Polizeichef Tiger Brown ist ein alter Freund und die Huren der Stadt gewähren ihm jederzeit Unterschlupf. Doch hat er dummerweise auch noch etwas mit Lucy laufen, der Tochter Browns. Kann er den Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen?

Mit der »Dreigroschenoper« gelang dem Theatermacher Bertolt Brecht 1928 der Durchbruch: Die Lieder Kurt Weills wurden in ganz Berlin in den Straßen gesungen und die Leute veranstalteten feuchtfröhliche »Räuber-und-Prostituierten-Partys«. Doch der eigentliche Kern des Stücks, das auf der »Beggarʼs Opera« von John Gay und Johann Christoph Pepusch beruht, ist heute noch so aktuell wie in den Zwanzigern: der unüberbrückbare Unterschied zwischen Arm und Reich und der Konkurrenz- und Existenzkampf, um sein eigenes Glück zu machen.

Rezension zum Stück: Sächsische Zeitung
 
Mit freundlicher Unterstützung von:
5 Bewertung(en) (2,80 Sterne)
 
5
Kommentare
Simone Duve
Nachdem am 5. Juli die Aufführung wegen Erkrankung des Hauptdarstellers ausfallen musste, war ich schon sehr auf Martin Reik gespannt. Dieser „Ersatz-Macki-Messer“ war nicht im Geringsten ein Notnagel, sondern ein echter Glücksfall: für die Inszenierung, das Ensemble und natürlich für die Zuschauer. Mein Dank gilt demjenigen, der wusste wo er anrufen muss und natürlich Martin Reik, der quasi über Nacht aus Halle nach Görlitz gekommen und mit viel Energie und Fortune eingesprungen ist.
Die Inszenierung fing, den Wortgefechte zwischen Reik, Stuppe und Bley sei Dank, nach der Pause Feuer. Ebenfalls sehr präsent: Annette Luig als Celia Peachum. Nach ihrer grandiosen Darstellung der Sally Bowles, hatte ich mich schon sehr auf Martha Pola als Polly gefreut, doch auf der Freilichtbühne konnte sich die Qualität der Künstlerin leider nicht so entfalten wie in „Cabaret“. Schade war auch, dass Patricia Bänsch als Spelunken-Jenny erst nach der Pause zum Einsatz kam. Gern hätte ich ihre Interpretation der Ballade von der Seeräuber-Jenny gehört. Der Schluss mit der Begnadigung des Macki Messer offenbarte besonders die große Aktualität des Stücks. Eine sehr gute Idee, die „Dreigroschenoper“ 2019 auf den Spielplan zu setzen.
(10.07.2019 - 14:42 Uhr)
Erika Bieder
Leider wurden meine Erwartungen an das Stück überhaupt nicht erfüllt. Man freut sich auf ein unterhaltsames und schönes Theatererlebnis. Die Dreigroschenoper darf gerne zum nachdenken anregen. Aber dieses Inszenierung finde ich leider einfach nur ungelungen. Ich habe das Stück eigentlich kaum wiedererkannt. Vieles blieb mir ungeklärt- z.B Was soll der Autoscooter auf der Bühne?!
Das Ensemble bringt eine schöne Leistung, leider wird diese durch die Regie ein wenig geschluckt.
Für mich leider seit langer Zeit kein schönes Sommertheater in Görlitz! Sehr schade.
(29.06.2019 - 13:43 Uhr)
Regina Reichert
Ich muss leider sagen, dass mir der Abend sehr langwierig vorkam und meine Erwartungen nur zu kleinen Teilen erfüllt worden sind. Das Ensemble gibt sich alle Mühe dieses Stück mitzugestalten und nicht alles gänzlich "grau" wirken zu lassen. Maske, Kostüm und Bühnenbild hallen nach und bleiben im Kopf.(28.06.2019 - 17:00 Uhr)
Friederike
Sehr schöne Inszenierung und großartiges Ensemble.
Das Thema ist erschreckend aktuell.

Was der Kommentar meines Vorgängers Matthias Langer bestätigt, sollte er der Matthias Langer der Partei "Die Rechte" sein, der unter anderem Kundgebungen, bei denen „der Verrat deutscher Interessen“ thematisiert werden soll, auf die Beine stellt . https://www.saechsische.de/lichterkette-gegen-rechten-demo-3305322.html
(28.06.2019 - 13:37 Uhr)
Matthias Langer
Traurig....(23.06.2019 - 09:09 Uhr)
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INFORMATIONEN

Sa

22.06.

  • 20:00
  • Stadthallengarten Görlitz

BESETZUNG

Musikalische Leitung: Ulrich Kern /Albert Seidl am 05.07., 06.07., 07.07., 13.07., 14.07.
Inszenierung: Dorotty Szalma
Ausstattung: David Marek
Dramaturgie: Gerhard Herfeldt
Choreinstudierung: Albert Seidl
Musikalische Einstudierung: Olga Dribas / Francesco Fraboni

Macheath, genannt Macki Messer:Ji-Su Park /06. + 07.07. Martin Reik
Jonathan Jeremiah Peachum, Besitzer der Firma »Bettlers Freund«: Hans-Peter Struppe
Celia Peachum, seine Frau: Annette Luig
Polly Peachum, seine Tochter: Martha Pohla
Brown, oberster Polizeichef von London: Stefan Bley
Pastor Kimball: Stefan Pilz
Lucy, Tochter von Brown: Anna Gössi
Die Spelunken-Jenny: Patricia Bänsch
Ein Moritatensänger: Thembi Nkosi
Smith, Robert (Die Platte): Carsten Arbel
Filch, Matthias (Die Platte): Paul Nörpel
Jakob (Die Platte): Robert Rosenkranz
Walter (Die Platte): Heiko Vogel
Ede (Die Platte): Won Jang
Jimmy (Die Platte): Daewoo Park

Neue Lausitzer Philharmonie
Opernchor

Regieassistentin: Beatrice Müller
Inspizient: Piotr Ozimkowski
Soufflage: Dominika Richter

Fotos: Artjom Belan
 

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