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Ein Abend für Thomas Brasch

Lesung und Konzert mit Marion Brasch und Masha Qrella
Aktuell nicht im Programm
Vom 14. bis 19. Mai findet im Dreiländereck an der Neiße das 21. Neiße Filmfestival statt. Neben den traditionellen Wettbewerben und weiteren Filmprogrammen widmet sich die Fokus-Reihe des diesjährigen Festivals unter dem Titel „Female Perspectives“ den weiblichen Perspektiven nicht nur im Kino. Im Rahmen dieser Reihe ist im Zittauer Theaterfoyer ein besonderer Abend mit Texten, Filmen und Livemusik dem Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor, Regisseur und Lyriker Thomas Brasch gewidmet.

„Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin“ – das ist die letzte Zeile eines der bekanntesten Gedichte von Thomas Brasch und der Titel eines Programms aus Text, Szenen und Film, das seine Schwester Marion ihm widmet. Geboren ist Thomas Brasch im englischen Exil der jüdisch-kommunistischen Eltern, aufgewachsen und renitent geworden in der DDR, die er 1976 verließ, um auch in der BRD nie anzukommen. In seinen Gedichten, Theaterstücken und Filmen konfrontierte er scharfsinnig, kraftvoll und originell gesellschaftliche Widersprüche in einer Dringlichkeit, die aktueller ist denn je.

Die Schriftstellerin und Hörfunkjournalistin Marion Brasch wurde 1961 in Ost-Berlin geboren. Ihr Vater war stellvertretender Kulturminister der DDR, die Brüder wurden als Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler bekannt. Marion Brasch arbeitete von 1987 bis 1992 als Redakteurin und Moderatorin beim Radiosender DT64. 2012 erschien ihr Roman Ab jetzt ist Ruhe. Mit überraschender Leichtigkeit erzählt die „kleine Schwester“ darin über die dramatischen Ereignisse in der Familie – Erfolg, Revolte, Verlust der drei Brüder – und über ihren Weg durch Abenteuer und Wirren in die eigene Freiheit. Seither hat Marion Brasch weitere drei Romane und verschiedene Erzählungen veröffentlicht.

Auch das Songprogramm „Woanders“ der international erfolgreichen Berliner Musikerin Masha Qrella ist eine Hommage an Thomas Brasch. In „Ab jetzt ist Ruhe“ fand sie ihre eigenen, längst verdrängten Ostberliner Wurzeln wieder. So begann sie sich auch mit dem Werk des Schriftstellers und Dramatikers Thomas Brasch auseinanderzusetzen und beschloss, aus dessen Gedichten Popsongs in dem für sie so typischen Indie-Pop-Sound zwischen New Wave, Electronic und Postrock zu machen. In Zittau ist Masha Qrella im Anschluss an die Lesung von Marion Brasch live zu erleben.‎


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