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Bundesjazzorchester "As we go"

im Rahmen der Jazztage Görlitz
Sonntag07.06.
  • 19:00 Uhr
  • Haus Görlitz Großer Saal
  • Gastspiel
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Theresia Philipp tritt im Sommer 2025 mit einem eigenen Programm als künstlerische Leiterin des jungen Spitzenjazz-Ensembles an. Vom 16. bis 23. August 2025 probt die Bigband erstmals unter der Leitung der aus Sachsen stammenden und in Köln lebenden Philipp in Rheinsberg. Auf dem Programm steht Musik mit kollektiver Energie und starken individuellen Stimmen aus dem ganzen Bundesgebiet, passend zu 35 Jahren Wiedervereinigung.
In „As We Go“ dreht sich alles um musikalischen Austausch, Begegnung und Offenheit. Die Musik spiegelt Vielfalt wider, nicht als festgelegtes Konzept, sondern als organischer Prozess: manchmal politisch, manchmal ganz persönlich, immer geprägt von Neugier und Spontaneität. Jazz bietet hier den Raum, Traditionen zu respektieren, aber nicht an ihnen kleben zu bleiben.
Philipps persönlicher Lebensweg prägt das Programm: Als gebürtige Sächsin, die in Köln lebt und seit über einem Jahrzehnt die bundesweite Jazzszene bereichert, verwebt sie ihre Erfahrungen in die Kompositionen. 35 Jahre nach dem Mauerfall werden Ost-West-Verbindungen zu einem zentralen Thema, das die musikalische Landschaft prägt und die fortdauernde kulturelle Verschmelzung reflektiert.

Theresia Philipp
Theresia Philipp, geboren 1991 in Sachsen, ist eine führende deutsche Jazzmusikerin, Saxophonistin und Komponistin. Ihre musikalische Ausbildung begann früh im sächsischen Spielmannszug und führte sie über das Landesgymnasium für Musik Dresden zum Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Sie sammelte wichtige Erfahrungen im Jugend-Jazzorchester Sachsen und im Bundesjazzorchester. Seitdem hat sich Philipp in der Kölner Jazzszene etabliert, ihr eigenes Trio Pollon gegründet und renommierte Preise wie den Deutschen Jazzpreis, den WDR
Jazzpreis und den Jazzpreis der Stadt Köln erhalten. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit lehrt sie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und übernahm 2025 als erste Frau in einer Doppelspitze mit Niels Klein die künstlerische Leitung des Bundesjazzorchesters.
Das Bundesjazzorchester ist das junge Spitzenorchester des Jazz in Deutschland. Seit 37 Jahren widmet sich der Deutsche Musikrat mit diesem Ensemble der Förderung des deutschen Jazz-Nachwuchses. Das Bujazzo gilt als wertvolles Bindeglied zwischen Ausbildung und Beruf sowie als Talentschmiede für erfolgreiche Jazzmusiker:innen von Morgen. Bekannte Jazzgrößen wie Till Brönner, Tom Gaebel, Julia Hülsmann, Jakob Manz, Johanna Summer, Nils Wogram, Alma Naidu und Michael Wollny haben hier ihre Karrieren begonnen.

Als künstlerisches Leitungsteam sind Prof. Niels Klein und Theresia Philipp dem Orchester eng verbunden. Mit ihnen und wechselnden Gastdirigentinnen und Gastdirigenten erarbeiten die zwischen 17 und 24 Jahre jungen Talente – fast alle sind Studentinnen und Studenten an deutschen und internationalen Musikhochschulen – regelmäßig neue Programme und präsentieren diese in anschließenden Konzerten im In- und Ausland. Begleitet werden sie dabei von einer internationalen Dozierenden- und Profimannschaft, die sie musikalisch unterstützt und ihnen ein professionelles Umfeld und optimale Rahmenbedingungen bietet.

Nach bestandenem Vorspiel wird jedes Mitglied maximal zwei Jahre in die Förderung des Bujazzos aufgenommen. Dann rücken neue Talente in das Orchester nach, welches in der Jazzszene als Sprungbrett für eine erfolgreiche Musikerkarriere gilt.

Das Bundesjazzorchester ist Preisträger des Frankfurter Musikpreises 2018 und ECHO JAZZ Preisträger 2012. 2010 erhielt das Ensemble den Jazzpreis des Westdeutschen Rundfunks, 1997 den Deutschen Musikpreis.

Seine Grundfinanzierung erhält das Bundesjazzorchester aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), der Mercedes Benz Group AG und des Westdeutschen Rundfunks (WDR).
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