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Die spanische Fliege

Schwank in drei Akten von Franz Arnold und Ernst Bach
Aktuell nicht im Programm
Zeit: Gegenwart. Ort: Eine mittelgroße Stadt in der Provinz irgendwo in Deutschland. Wo genau, wissen wir nicht genau. Was wir aber genau wissen, ist: Früher, als er noch jung und noch viel lebensfroher war als heute, hatte Mostrichfabrikant Ludwig Klinke eine brennend-heiße Affäre – heimlich, das versteht sich wohl von selbst. Eine Tänzerin namens Rosita, die sich nach dem gleichnamigen Aphrodisiakum auch die „Spanische Fliege“ nannte, hatte dem Herren ordentlich den Kopf verdreht – eben, weil sie auf ihn wirkte, wie das berühmt-berüchtigte, vornehmlich die männliche Potenz steigernde Pülverchen aus zerriebenen Leibern des gleichnamigen grünen Käfers der Gattung Lytta vesicatoria aus der Familie der Ölkäfer. Klinkes Gattin Emma jedenfalls durfte vom Seitensprung naturgemäß nichts wissen. Auf keinen Fall! Und selbst heute, 25 Jahre später, weiß sie noch immer nichts davon. Schon aus „dienstlichen“ Gründen. Denn die sittenstrenge Dame engagiert sich, wie das Unternehmergattinnen gern tun, auf sozialem Gebiet – als örtliche Präsidentin des Bundes für Mutterschutz. Was wäre das für ein Skandal, wenn öffentlich würde, dass ausgerechnet ihr Ehemann Ludwig – na, Sie wissen schon ...

Mittlerweile aber scheint die Zeit der Aufklärung gekommen! Als nämlich der Sohn einer Chemnitzer Bekannten auftaucht, den Emma mit ihrer Tochter Paula zu verheiraten gedenkt, vermutet Klinke in dem jungen Mann niemand anderen als seinen illegitimen Sohn, für den er an Rosita seit Jahren Alimente zahlt. Heimlich, versteht sich. Und obwohl das eigentlich genug Grund für tolldreiste Verwechslungen und allerlei Missverständnisse ist, stellt sich im Laufe der turbulenten Komödie, die seit mehr als einhundert Jahren von den Bühnen in deutschen Städten jeder Größe nicht wegzudenken ist, heraus: Nicht nur der Mostrichfabrikant hat Bekanntschaft mit der Tänzerin gemacht.‎
Besetzung
Solisten

Ludwig Klinke
Patricia Hachtel

Emma
Sabine Krug

Paula
Maria Weber

Eduard Burwig
Philipp Scholz

Wally
Eddie Rabenberger

Alois Wimmer
David Thomas Pawlak

Dr. Fritz Gerlach
Paul Antoine Nörpel

Anton Tiedemann
Tilo Werner

Gottlieb Meisel, Mathilde Meisel
Marc Schützenhofer

Heinrich Meisel
Martha Pohla
Regie & Ausstattung


Regie
Gero Vierhuff


Ausstattung
Marcel Weinand


Dramaturgie
Martin Stefke


Regieassistenz
Alexandra Rausch


Inspizienz
Uwe Körner


Soufflage
Karl-Georg Rößler
Bewertungen & Kommentare
Komödie trotz Krieg? Ausdrücklich ja - wenn man die Realitäten nicht ignoriert und sich engagiert, darf man auch in diesen Zeiten herzhaft lachen. Klar, das Stück ist eine "olle Kamelle". Es wird aber eine ironisierende Spielweise gefunden, mit der die Darsteller - allen voran Patricia Hachtel als Ludwig Klinke - brillieren können. Wunderbar die Kostüme, Masken und das Bühnenbild. Dank an alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen!
Das Beste, was ich seit langem gesehen habe! Rundrum gelungen, ich würde es mir jederzeit nochmals anschauen!
Riesengroße Bewunderung!!!
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