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Kirchberg und Siebert: Solo Sunny

Ein Theater-Liederabend zum Kult-Film nach Wolfgang Kohlhaase und Konrad Wolf in einer Fassung von Judith Zieprig
Freitag27.03.
  • 19:30 Uhr
  • Dauer: ca. 2 Stunden mit Pause
  • Apollo Görlitz
  • Gastspiel
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Nach erfolgreich ausverkaufter Premiere und zweiter Vorstellung will unsere Sunny 2.0 sich nun der Welt zeigen. Caroline Siebert erweckt die Figur Sunny mit jeder Faser ihres Seins wieder zum Leben. An ihrer Seite Spiel- und Gesangspartner Johannes Kirchberg, der auf der Leinwand und auch live mühelos in die Männerrollen schlüpft und virtuos am Piano sitzend spielt und auch singend für sich steht. In einer One-Woman-Performance manövriert sich Caro Siebert durch diese zeitlose Geschichte der jungen Künstlerin Sunny, die für ihre Kunst, Liebe und um Anerkennung kämpft. Unsere SOLO SUNNY kommt in neuer Fassung und Inszenierung, aber auch mit viel neuer alter Musik auf die Bühne. Neben den allbekannten Titeln von Günther Fischers Soundtrack sind es DDR-Hits der Hansi Biebl Band aber auch von Silly, Uschi Brüning, der Modern Soul Band, Veronika Fischer und Manfred Krug, die diesen Abend so besonders machen. In die unverwechselbare Melancholie der kürzlich verstorbenen Marianne Faithful taucht Caroline Siebert mühelos ein, um dann zu zeigen, dass auch Popstars wie Amy Winehouse oder Britney Spears das »große« Los des Erfolgs drückte und Sunnys Ausspruch
MAN MÜSSTE DOCH AUCH PERSÖNLICHKEIT HABEN, WENN MAN NICHT BERÜHMT IST?‎noch immer brandaktuell ist. Aber wie war das eigentlich nochmal genau mit Sunny? Wie hat das alles angefangen?
Als Konrad Wolfs und Wolfgang Kohlhaases SOLO SUNNY 1980 den Silbernen Bären bei der Berlinale gewann, war der Film nicht nur bei DDR-Bürgern in aller Munde. Heute ist die Geschichte um die Protagonistin Sunny eines der bekanntesten Werke der deutschen Filmgeschichte. Ende der 70er Jahre: Sunny tourt mit ihrer Band den »Tornados« über die Dörfer der DDR und tritt in Kulturhäusern und Tanzsälen auf. In den Augen der anderen hat sie es »geschafft«“. Die Realität auf den Bühnen der Provinzkäffer sieht eher trist aus: allabendliche Bierseligkeit, olle Kamellen, staubige Schlagertitel und die immer gleichen Shownummern... Sunny träumt von mehr. Sie versucht sich an neuer Musik und mit einem neuen Mann. Ralph ist Philosoph, Hobbymusiker und Sunny total vernarrt in ihn. Doch die willensstarke Sunny ist zu viel für den
untreuen Ralph und auch ihre Reise mit den »Tornados« endet. Sunnys Träume bröckeln wie die Fassaden der Prenzlauer Berger Hinterhäuser, in denen Konrad Wolf seinen Film spielen lässt. Sie stürzt ab. Und rappelt sich kurz darauf wieder auf...
Mit welchen »Eckenpinklern« hätte es Sunny heute zu tun? Regisseurin Judith Zieprig, Schauspielerin Caroline Siebert und Musiker und Spieler Johannes Kirchberg haben die Geschichte rekonstruiert und sich der Figur auf behutsame Weise genähert. In Zusammenarbeit mit Filmkomponisten Günther Fischer wurde ein heutiger »Sound« gefunden. Ebenso feiert das Stück Günther Fischers 80. Geburtstag aus dem letzten Jahr nach und den 100. Geburtstag von Konrad Wolf im Jahre 2025. Lassen Sie sich dieses besondere Theater-Erlebnis und unsere »neue Sunny« nicht entgehen.
Aufführungsrechte: Henschel Schauspiel, Berlin.


Foto: Hans Machowiak
Besetzung
Fassung und Inszenierung: Judith Zieprig

Sunny, Christine, u.a.: Caroline Siebert

Musikalische Leitung, am Klavier, alle Männer: Johannes Kirchberg

Video: Hans Machowiak

Musikalische Mitarbeit und Unterstützung: Günther Fischer
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