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No shame in hope

(Eine Jogginghose ist ja kein Schicksal) | Schauspiel von Svealena Kutschke
Samstag09.05.
  • 19:30 Uhr
  • Dauer: 1 Stunde 20 Minuten ohne Pause
  • Haus Görlitz Großer Saal
  • Schauspiel
  • iCalendar

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„Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde so einen Imbiss WAHNSINNIG romantisch“, sagt Luca zu ihren Begleiterinnen Carla und Linn gleich zu Beginn von Svealena Kutschkes Stück und damit wissen wir schon, worauf wir uns einstellen können: Ein bisschen Absurdität, ein bisschen Wahnsinn, viel Humor, aber irgendwie auch ganz viel Gefühl und allerhand Wunden.

In No Shame in Hope erleben wir die drei Frauen Luca, Carla und Linn, wie sie nach der Entlassung aus der Nervenklinik, dem „Maschinenraum der Psyche“, in einem Imbiss irgendwo im Nirgendwo noch einmal zusammenkommen. Sie lassen die letzten Wochen Revue passieren und machen sich so ihre Gedanken über die Welt und die Zukunft. So weit, so normal. Insbesondere die Imbissverkäuferin ist allerdings alles andere als normal – mal gibt sie die erwartbar patente Verkäuferin, dann mischt sie sich außergewöhnlich lautstark in die Gespräche ein und schließlich behauptet sie noch, das Reh auf der anderen Straßenseite sei ein Nazi. Wann der Bus kommt, der die drei von hier fort und vielleicht nach Hause bringen wird, weiß niemand so genau. Denn seit den Neunzigern fährt dieser alles andere als regelmäßig. Dafür flattern allerhand Briefe in den Imbiss. Irgendwie Wahnsinn.

Svealena Kutschke erhielt 2022 den Hebbel-Preis für ihr schonungsloses und sprachlich beeindruckendes literarisches Werk. No Shame in Hope (eine Jogginghose ist ja kein Schicksal) trägt diese Handschrift.
Neugierig auf diese Inszenierung? Sichern Sie sich Ihren exklusiven Einblick beim Besuch der öffentlichen Probe (klicken für mehr Infos).
Besetzung
Es spielen

Linn
Sabine Krug

Carla
Katharina Stehr

Luca
Martha Pohla

Imbissverkäuferin
Maria Weber

Reh
Josef Pietschmann
Regie
Jimena Echeverri Ramirez

Ausstattung
Sven Hansen

Dramaturgie
Xenia Ytterstedt
Regieassistenz
Estella Probst

Inspiszienz
Antonia Zielonkowski

Soufflage
Jan Riecke
Kritiken und Pressestimmen
"„Produktive Verwirrung“ ist gewollt – Ist das Stück auch inhaltlich-erzählerisch herausfordernd, bietet es dafür eindrückliche sinnliche Erlebnisse auf der schwarzen Bühne – vom Glitzern der Pailletten über das Leuchten der Diskokugel und das schwarzweiße Flimmern alter Fernseher bis zum „Einfliegen“ der Briefe als sich aufdrängende Leuchtschriften.
Und große Freude macht es mitzuerleben, wie die Schauspielerinnen und der „Reh”-Darsteller die Figuren mit Leben füllen.
Autorin Svealena Kutschke sagte einmal, sie wolle in ihrem Stück „produktive Verwirrung“ stiften. Das Publikum solle keine Antworten finden, sondern angeregt werden, „Fragen in einem anderen Zusammenhang zu stellen“. Das ist mit der Zittauer Inszenierung eindeutig gelungen, denn ohne Fragen geht wohl niemand aus dem Stück."

Ines Eifler, Sächsische Zeitung

"Martha Pohla, Katharina Stehr und Sabine Krug harmonieren sehr gut miteinander und rechtfertigen besonders in den vielen schwierigen Passagen, die im Chor gesprochen werden, ihre Besetzung für das Stück. Auch Maria Weber spielt die Imbißverkäuferin in gewohnter Souveränität. Das Timing der vier Frauenrollen ist perfekt und gibt dem Stück Geschwindigkeit. Josef Pietschmann spielt die Rolle des Reh überzeugend und macht neugierig auf die weitere Entwicklung des jungen, noch in der Ausbildung befindlichen Schauspielers.
Regisseurin Jimena Echeverri Ramirez und Dramaturgin Xenia Ytterstedt es ist im Zusammenspiel mit der Ausstattung von Sven Hansen gelungen, den Text auf die Bühne zu bringen und das Publikum zu fesseln. Das klingt banal, ist es aber tatsächlich nicht, denn wenn wir ehrlich sind, passiert im Stück nicht wirklich viel sichtbares auf der Bühne - der Großteil sind Dialoge, Monologe - einzeln oder im Chor. Und dennoch kommt hier niemals visuelle Langeweile auf. Die harte Arbeit des Ensembles hat sich gelohnt."

Kai Grebasch, Ranting Ovation


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