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Von dem Glück, Hrdlak gekannt zu haben

Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Janosch
Aktuell nicht im Programm
Chlodnitze, ein kleiner Ort in Oberschlesien. Die, die hier schon immer leben – Frau Dziuba und ihr Mann, die eine große Hochzeit für ihre Tochter Else ausrichten, Zwi Bogainski, der Halbjude und Lebemann, der Bräutigam Rudolf Mainka und viele andere – sie führen ein Leben voll harter Arbeit, großer Feste und heftiger Saufgelage. Hrdlak lebt mitten unter ihnen, ein einfacher Tagelöhner, der doch immer ein Außenseiter bleibt. Von manchen leise verachtet, von anderen geschätzt. Aber: wenn er einen der schlimmsten Lausbuben mit der Hand berührte, dann „spürte dieser ein großes Glück, hätte es aber nicht beim Namen nennen können“. Eines Tages verschwindet Hrdlak wieder, genauso unbemerkt, wie er gekommen war.

Von dem Glück, Hrdlak gekannt zu haben ist einer von drei Romanen Janoschs, die im Oberschlesien der 1930er und 40er Jahre spielen. Sie sind voller Erinnerungen an das Leben, an Lachen, Weinen, Trinken und Feiern der Menschen in jenen Dörfern zwischen Polen und Deutschland, die es heute so nicht mehr gibt.

Im Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland bringen wir den Roman, der schon bei seinem Erscheinen die Grenze zwischen den Ländern zu überwinden und an Gemeinsames zu erinnern suchte, auf die Bühne. Wie im früheren Schlesien drei Sprachen aufeinandertrafen und sich miteinander vermischten, werden auch in dieser Inszenierung mehrere Sprachen gesprochen und trotzdem wird jede und jeder verstehen, was gemeint ist.
Eine Schauspielkoproduktion des Lubuski Teatr Zielona Góra mit dem Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau nach dem Roman von Janosch Von dem Glück, Hrdlak gekannt zu haben.


Diese Inszenierung können Sie auch zum 13. Sächsischen Theatertreffen in Zittau oder im Lubuski Teatr in Polen erleben:
Besetzung
Es spielen

Julia Jasińska
Klaudia Kuźmińska

Isabella Szendzielorz
Roksana Vikaluk
Jonas Maria Lubisch
Ireneusz Rosinski
Kacper Zalewski
Text & Regie
Robert Czechowski Intendant des Lubuski Teatr aus Zielona Góra

Ausstattung
Adam Łucki

Musik
Daniel Grupa

Dramaturgie
Sabine Bahnsen
Regieassistenz
Kacper ZalewskiPaula Gehring


Soufflage
Paula Gehring
Kritiken und Pressestimmen
"Nicht nur der Erfinder der Tigerente: Am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau bringt Robert Czechowski „Von dem Glück, Hrdlak gekannt zu haben“ von Janosch und dessen Abgründe seiner Kindheit atmosphärisch dicht und mit einem schauspielerisch überzeugenden deutsch-polnischen Ensemble auf die Bühne."
Gunnar Decker, Die deutsche Bühne

Alle drei Zittauer Schauspieler mit polnischen Wurzeln harmonieren mit dem Quartett aus Polen dabei durchaus beeindruckend.“ Roksana Vikaluk „führt das Geschehen exzellent“, und „der Sog des Geschehens endet epiloggerecht nach 90 fesselnden Minuten, wobei man sich ob der Bilderflut und der überbordenden Spiellust des organisch wirkenden Septetts gern eine längere Version auf großer Bühne sehen würde“. Insgesamt ist dies „ein fulminanter Janosch-Aufschlag, als warmherzige Ode an das Werk“, der „in einer gefeierten Zittauer Premiere gipfelte“.
Von Elmar Mann, Dresdner Neueste Nachrichten
Bewertungen & Kommentare
Von der ersten Minute an taucht man ein in eine vergangene Welt. Im Zusammenwirken von Ausstattung, Musik, Geräuschen und hervorragenden Schauspielleistungen wird eine poetisch-mystische Atmosphäre geschaffen, die es ermöglicht, am Einzelfall einer schwierigen Kindheit allgemeingültige Fragen des menschlichen Daseins zu stellen. Soweit die Übertitel gut gelesen werden können, wird die Zweisprachigkeit kein Hindernis. Danke für das interessante Theatererlebnis!
Es war ein großartiges Stück mit 7 wunderbaren Schauspielern und einem detailreichen und fantasievollen Ort hinter der Hauptbühne. Die zweisprachige Inszenierung funktionierte sehr gut und ich fühlte mich mitgenommen, ich war mittendrin im Leben des Norbert Fürchtegott und seiner Familie! Vielen Dank !
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Mit freundlicher Unterstützung
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