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Weglaufen werde ich nie. Der Kampf des Felix Fechenbach

Ein Theaterstück von und mit Gerda Pethke, Konrad Schreier und Jan Uplegger
Ein Gastspiel mit Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaats Sachsen im Rahmen des „Tacheles“-Jahres
Sonntag01.11.
  • 16:00 Uhr
  • Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten mit Pause
  • Haus Görlitz Großer Saal
  • Gastspiel
  • iCalendar
Mit den Mitteln von Figurentheater und Schauspiel erzählt die Berliner Theateraufführung die Lebensgeschichte des jüdischen Publizisten und Politikers Felix Fechenbach, der in Bad Mergentheim geboren wurde und in Würzburg aufwuchs. Anhand seines Schicksals lässt sich die unheilvolle Entwicklung hin zur Diktatur in Deutschland aufzeigen. Fechenbach steht dabei emblematisch für Anfang und Ende der Weimarer Republik. Gleichzeitig bildet sich in seinem Lebensweg das Schicksal vieler jüdischer Mitbürger in Deutschland ab. Obwohl selbst ausgezeichneter Teilnehmer im Ersten Weltkrieg wird er immer wieder Ziel von antisemitischen Anfeindungen und gerade im für die Nazis entscheidenden lippischen Wahlkampf von diesen als „jüdischer Novemberverräter“ gebrandmarkt.
Weitere wichtige Figuren im Stück sind seine Weggefährten während der Münchener Revolution 1918/­19, die jüdischen Intellektuellen Gustav Landauer, Erich Mühsam und Kurt Eisner.
Felix Fechenbach stammte aus einer streng religiösen Familie; sein Vater war der einzige koschere Bäcker Würzburgs. Er selbst wandte sich später von der Religion ab, setzte sich aber Zeit seines Lebens mit seiner jüdischen Identität auseinander. So führte ihn seine Hochzeitsreise nach Palästina. Seine zweite Ehefrau, Irma Epstein, stammte aus einer großbürgerlichen jüdischen Familie in Augsburg, die den armen Bäckerssohn aus Würzburg ablehnte. Trotzdem hat die Familie sie bei ihrer Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung aus Detmold später unterstützt und das Exil in der Schweiz vorbereitet.
Das Theaterstück ist zu Fechenbachs 131. Geburtstag, dem 28.01.2025, in Detmold uraufgeführt und seitdem mit großem Erfolg 32mal in ganz Deutschland gezeigt worden. Die Produktion wurde ermöglicht durch die Detmolder Bürgerstiftung, die Felix-Fechenbach-Stiftung, den Landesverband Lippe, die Stiftung Arbeit und Menschenwürde, die Stiftung Standortsicherung, den Kulturfonds LWL, die Meyer-Siekendiek-Stiftung, die Stiftung für Lippe und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin.
Fotos: Karsten Lämmchen
Besetzung
Puppenbau: Odile Pothier
Regie: Kai O. Schubert
Kritiken und Pressestimmen
„Minutenlanger Applaus von mehr als 400 Zuschauern für eine herausragende Uraufführung in Detmold. Vor allem die Standhaftigkeit eines eingesperrten und am Ende ermordeten Freiheitskämpfers wird sehr bewegend herausgearbeitet.“
Lippische Landes-Zeitung 4.2.2025
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