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»Internationale Theaterkooperation J-O-Ś im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien« – ein Projekt im Kooperationsprogramm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020


Landrat Bernd Lange bei der Unterzeichnung des J-O-Ś-Kommuniqués zur trinationalen Zusammenarbeit am 6.02.2017 auf dem Berg Jeschken.

Foto: Beata Spychalska
Dreieinigkeit zum »3LänderSpiel 2012« zeigten vor dem Zittauer Haus die damaligen Schauspielchefs der Theater in Liberec, Zittau und Jelenia Góra: Michal Lang, Carsten Knödler und Bogdan Koca.

Foto: Andreas Herrmann
Noch immer waren Kunst und Kultur geeignet, Brücken über Grenzen und Kulturräume hinweg zu schlagen und Menschen zu verbinden.
So blicken auch die Theater im Dreiländereck auf eine lange Geschichte der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zurück, in der jetzt ein neues Kapitel aufgeschlagen wird. Mit der kürzlich bewilligten Förderung, die primär auf den Austausch und die Zusammenarbeit der Schauspielsparten zielt, will das Gerhart-Hauptmann-Theater gemeinsam mit dem tschechischen Kooperationspartner, dem Divadlo F. X. Šaldy Liberec, in den Jahren von 2016 bis 2019 vielfältige Projektaktivitäten realisieren. Auch der polnische Partner, das Teatr im. Cypriana Kamila Norwida aus Jelenia Góra ist weiterhin Teil der Initiative J-O-Ś (gesprochen JOSCH), die ihren Namen den Initialen der drei markanten Berge des Dreiländerecks Ještěd (Jeschken) - Oybin - Śnieżka (Schneekoppe) verdankt.

Die Zusammenarbeit ist in einer Vereinbarungserklärung zur Langzeitkooperation gefestigt. Das entsprechende Kommuniqué wurde jüngst in Liberec erneuert. Damit bietet sich den Theatern die Möglichkeit, das bestehende Konzept, das auf dem Austausch literarischer Werke und der Begegnung der Menschen in der Grenzregion beruht, zu verfeinern.

Zu den Neuerungen im Projekt zähl ein trinationales Theaterabonnement mit Vorstellungsbesuchen an allen drei Theaterhäusern und einem touristischen Begleitprogramm in Zittau, Liberec und Jelenia Góra. Innerhalb eines Autor-in-Residenz-Programms werden in Zittau neue Werke entstehen, die teils als mehrsprachige Inszenierungen an den Theaterhäusern zur Uraufführung kommen.

Aktuelles in der Spielzeit 2016/2017: Wiederaufnahme der Inszenierung Alois Nebel« (24.01.2017), Premiere des dreisprachigen und mobilen Kinderstücks »Eine Party für den Berggeist« (11.03.2017), Premiere der Komödie des polnischen Autors Krzysztof Jaroszyński »Das Sextett oder Roma und Julian« (21.04.2017) und »J-O-Ś Trinationales Theaterfestival D – PL – CZ« am Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau (17.-21.05.2017)


Was bisher geschah:
In der Oberlausitz ist es ein langer Brauch, über die Grenzen zu schauen. In den vergangenen Jahren haben wir uns immer wieder neugierig auf die Reise begeben und Theater in Polen und Tschechien besucht. Die ersten Resultate dieser Reisen waren im Jahr 2011 bei den »Deutsch-Polnischen Theatertagen« in Zittau zu erleben. Unter dem Motto »Bei Freunden zu Gast« entstand gemeinsam mit Theatern aus Jelenia Góra (PL, Hirschberg) und Zielona Góra (PL, Grünberg) ein Festival, das von lebendigem Austausch und sinnlichen Begegnungen geprägt war.

Waren die Theater aus Jelenia Góra und Liberec (CZ, Reichenberg) im Frühjahr 2012 zum »3LänderSpiel« noch Gäste in Zittau, so luden sie dann selbst zu internationalen Festivals. Das Schauspielensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters präsentierte am 3. Oktober 2012 »Die Zimtläden« und am 4. Oktober 2013 »Oskar und die Dame in Rosa« beim »Jeleniogórskie Spotkania Teatralne« (Hirschberger Theatertreffen) in Polen. Im Januar 2013 gastierte das Ensemble erstmalig am Liberecer Theater. Aufführungen der Produktionen »Reality Number Six« und »Die Zimtläden« folgten vor interessiertem tschechischen Publikum.

J-O-Ś bringt Menschen aus Polen, Tschechien und Deutschland durch die universelle Sprache der Kunst zusammen. Deshalb sind Werke aus dem Kulturgut der Nachbarländer stets Teil unseres Spielplans. »Der kleine Maulwurf« vom tschechischen Autor Zdeněk Miler verzauberte über mehrere Spielzeiten das große und kleine Publikum. Mit der Groteske »Yvonne, Prinzessin von Burgund« lernten wir den polnischen Autor Witold Gombrowicz kennen und in der deutschsprachigen Erstaufführung »The Last Sentence Before Execution« präsentierte sich der polnische Erfolgsregisseur Bogdan Koca den Zittauer Theaterbesuchern erneut mit einem eigenen Werk.

Die Spielzeit 2014/2015 stand ganz im Zeichen der Koproduktion. So kam die absurde Komödie – verfasst von polnischen, tschechischen und deutschen Autoren – mit dem Titel »Cudownie, Wundervoll, Úžasný« in allen drei Städten der Partnertheater zur Uraufführung. Inszeniert wurde das Werk mit Schauspielern aus dem Dreiländereck, denen es mithilfe eines geschickt gewählten Wortwechsels gelang, ihre Geschichte dem Publikum zu vermitteln ganz ohne sprachliche Hilfsmittel. Beim Zittauer Theaterfestival 2015 präsentierte zudem die internationale Theaterjugend mit großem Erfolg die Inszenierung »CLUB 27« als Ergebnis ihrer eineinhalbjährigen Zusammenarbeit.


Projektkoordination J-O-Ś
Ricarda Böhme
Tel.: +49 (0)3583 770533
E-Mail: j-o-s@g-h-t.de

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