Stellen Sie sich vor: Sie haben einen unfähigen und unkreativen Chef, der einzig auf seine Autorität bedacht ist, auf sonst nichts. Vielleicht müssen Sie sich das auch gar nicht vorstellen, weil Ihnen ein solches Exemplar alltäglich im eigenen Job begegnet …
Die Titelheldin von Gerd Natschinskis Operette Messeschlager Gisela kennt das Thema jedenfalls. Sie ist die aufstrebende Modedesignerin des VEB Berliner Schick, doch ihr Vorgesetzter Robert Kuckuck schmeißt den Laden ganz allein – wenn er denn mal im Betrieb ist. Aus diesem Grund wollen die Kolleginnen und Kollegen Giselas neueste Entwürfe auf der Leipziger Messe präsentieren. Doch Kuckuck schießt wieder einmal quer: Nicht Giselas Kollektion soll nach Leipzig, sondern seine. Allerdings hat er die Rechnung ohne den geradezu sensationslüsternen Journalisten Fred Funke gemacht. Dieser hat sich nämlich nicht nur zu Recherchezwecken als Transportarbeiter in den Betrieb eingeschlichen. Er hat auch mindestens ein Auge auf Gisela geworfen. Als er sich ihr als Journalist vorstellte, kassierte er zwar eine deutliche Abfuhr.
Als zupackender Transportarbeiter aber verspricht er sich echte Chancen, ihr Herz zu erobern. Die Sache wird brenzlich, als Funkes Inkognito aufzufliegen droht. Welche Rollen dabei ein fehlgeleiteter Rosenstrauß, eine Melone und original sächsische Plinsen spielen, erfahren Sie ab dem 12. Juni vor der eindrucksvollen Kulisse des Alten Schlachthofs Görlitz in Gerd Natschinskis ohrwurmreicher Erfolgsoperette.