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Schwarze Schwäne

Schauspiel von Christina Kettering
Freitag17.04.
  • 19:30 Uhr
  • Haus Zittau Studiobühne
  • Schauspiel
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Eventuell Restkarten an Theaterkasse

Alternde Gesellschaft, Pflegenotstand, Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, Überforderung bei pflegenden Angehörigen – fast täglich ist davon zu hören und zu lesen. Vor allem Frauen sind betroffen, leisten sie doch ohnehin den Großteil der Care-Arbeit und sehen sich obendrein immer noch mit dem tradierten Rollenbild der fürsorglichen Ehefrau, Mutter und Tochter konfrontiert.

In Christina Ketterings Stück Schwarze Schwäne sind es zwei Schwestern, die sich mit der Pflegebedürftigkeit der Mutter auseinandersetzen müssen. Die Ältere, alleinlebend und eher rational in ihrer Argumentation, will die Mutter ins Heim geben, was die Jüngere, verheiratet und selbst Mutter zweier Töchter, vehement ablehnt. Als die Jüngere die Pflege der Mutter schließlich selbst übernimmt, gerät sie schnell an ihre Grenzen. Die Lösung soll Rosie sein, ein neuer, hypermoderner Pflegeroboter. Zunächst scheint alles perfekt: Rosie hat alles im Griff. Die Töchter können endlich entspannen. Nebenbei schmeißt Rosie sogar den Haushalt und lernt mittels künstlicher Intelligenz täglich hinzu. Rosie führt nicht nur die notwendigen Handgriffe perfekt aus, sie bietet auch Trost und Nähe. Aber im Lauf der Zeit scheint Rosie mehr und mehr die Kontrolle im Haus zu übernehmen. Oder fördert die Maschine nur zutage, was die Töchter im Inneren umtreibt? Die Situation ist nicht so eindeutig, wie sie scheint, aber die Eskalation nicht mehr aufzuhalten…

Für Schwarze Schwäne erhielt Christina Kettering 2019 den 1. Preis im Autorenwettbewerb „Science & Theatre“, ausgelobt vom Theater Heilbronn, wo auch die Uraufführung stattfand.
Besetzung
Es spielen

Jüngere
Maria Weber

Ältere
Martha Pohla
Regie
Antonia Zielonkowski

Ausstattung
Cornelia Kraske

Dramaturgie
Sabine Bahnsen
Regieassistenz & Soufflage
Jan Riecke
Bewertungen & Kommentare
Liebe zukünftige Besucher,
gerade bin ich zurück aus der Premiere „Schwarze Schwäne“, eine wunderbare Vorstellung!
Auf der Studiobühne, sind viele Vorhänge, die tatsächlich Räume bilden können. Zwei Schwestern haben unterschiedliche Ansichten über den Verbleib der alten Mutter, ins Heim oder die Pflege zu Hause. Beide haben einleuchtende Argumente, beide sind eigentlich überfordert. Eine Schwester schenkt einen „Pflegeroboter“, der nach und nach zum Freund wird, die unsichtbare Mutter scheint aufzuleben. Der Roboter scheint die Mutter zu verstehen, verdrängt die Schwestern, die sich irgendwie befreit fühlen. Nun das Ende ist nicht zu erwarten.
Wunderbarer Applaus, für wunderbare Schauspielkunst! Großartige Maria Weber und Martha Pohla!
Eine liebevolle, konsequente Regie von Antonia Zielonkowski.

Zwischen Einsamkeit, Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und der Zusprechung von Gefühlen einer KI…
Nun, noch scheint echtes Leben, echtes Theater möglich – keine KI trennt ein echtes Publikum vom echten Ensemble!
Das Stück wurde echt geschrieben, zur Premiere war die Autorin des Stücks.
Das Premierengeschenk des Vereins „Freunde des Zittauer Theaters“ waren leuchtende „Roboter-Monster-Stifte“ aus der „Buchkrone am Markt“ …
Es kann halt blinken wie es will, noch muss der Gedanke gedacht werden ehe er aufgeschrieben wird…

Ein sehr empfehlenswertes Theaterstück, gehen Sie einfach hin.
Man muss original, live dabei gewesen sein um menschliche Gefühle zu erleben, ins Gespräch zu kommen.

Ich bin gespannt auf so viele neue Theaterproduktionen, sogar aus ganz Sachsen, zum „Sächsischen Theatertreffen“ in Zittau.
Bis bald, der Armin Pietsch aus Zittau
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