ResponsiveHelper
 

Der Hauptmann von Köpenick

Ein deutsches Märchen in drei Akten | Schauspiel von Carl Zuckmayer
Vorverkauf ab 20. März 2027
„Det glaubense jarnich, wie scheen Deutschland is, wenn man weit wech is und immer nur dran denkt“, sagt Wilhelm Voigt, als er auf einer preußischen Amtsstube seine Aufenthaltsbewilligung abholen will. Das heißt, zunächst möchte er sich nach dieser höflichst erkundigen. Bei Behörden und Ämtern, das weiß der arbeitslose Schuster nämlich nur zu gut, ist Vorsicht geboten. Überall im Kaiserreich. Ja, mit der Staatsgewalt kennt Voigt sich bestens aus: Lange Jahre hat er wegen Betruges im preußischen Gefängnis gesessen. Und diesen Makel wird er trotz Aufenthalts im Ausland gar nicht wieder los. „Was in Ihren Personalakten steht“, donnert der Oberwachtmeister ihn an, „ist Ihnen so festgewachsen wie die Nase im Gesicht“. Aus der Traum! Wieder keine Papiere. – Nur: Ohne die kann der arme Mann sich gar nicht anmelden. Und ohne Anmeldung hat er keine Chance auf einen Arbeitsplatz. Ohne Arbeit wiederum … Nun Sie wissen es … kriegt er keine Wohnung. – Wie kommt man aus diesem Teufelskreis bloß jemals raus?

Mit seinem 1931 uraufgeführten Drama Der Hauptmann von Köpenick hat Carl Zuckmayer dem echten Schuster Wilhelm Voigt, der am 16. Oktober 1906 in Köpenick bei Berlin in einer Hauptmannsuniform die Stadtkasse beschlagnahmte, ein Denkmal gesetzt.
Wie schon über Voigts genialen Streich amüsierte sich das Land erneut über Obrigkeitshörigkeit und blinde Disziplin im Reich. Thomas Mann nannte Zuckmayers Werk „die beste Komödie seit Gogols Revisor“. Josef Goebbels ätzte im „Angriff“ gegen das Stück. Zwei Jahre später ließ er es verbieten.
Besetzung
Regie
Roland May

Ausstattung
N. N.

Dramaturgie
Sabine Bahnsen
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen/­Kommentare vorhanden!
Sei der Erste der kommentiert!
Ihr Kommentar:
Regeln für Kommentare auf der Homepage
Wir behalten uns vor, Beiträge (Links eingeschlossen) ohne vorherige Information des Verfassers zu löschen, deren Inhalt ehrverletzend, jugendgefährdend, pornographisch, strafbar, oder anderweitig inakzeptabel ist.
Ein sinnvoller und vollständiger Eintrag im Eingabefeld »Name« (Vor- und Zuname) ist erforderlich. Anonyme oder mit einem Fantasie-Pseudonym abgegebene Kommentare werden ebenfalls gelöscht.
 
 
Datenschutzeinstellungen
Diese Website verwendet eigene Cookies und Technologien externer Dienstleister. Einige von ihnen sind notwendig, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Bei diesen Techniken können personenbezogene Daten gesammelt werden. Wir möchten Ihnen hier die Möglichkeit bieten, selbst zu entscheiden welche Dienste/­­Anbieter Ihre Daten erhalten dürfen. Sie können Ihre Auswahl später jederzeit auf unserer Seite Datenschutz im dort bereitgestellten Formular ändern/­­widerrufen.