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Name: Sophie Scholl

Monolog von Rike Reiniger ab 14 Jahren
Aktuell nicht im Programm
Sophie Scholl heißt sie. Aber nur, weil ihre Mutter einen Herrn Scholl heiratete, als Sophie noch klein war. Doch steht dieser Name für Mut, Freiheit und Zivilcourage. Die Sophie Scholl der Weißen Rose stand für ihre Überzeugungen ein bis in den Tod. Weder in Verhören noch im Prozess verriet sie ihre Freunde oder ihre Überzeugungen. Sie war erst 21 Jahre alt, hatte das ganze Leben noch vor sich. Trotzdem blieb sie standhaft, dachte nicht an ihre eigene Zukunft, sondern ging. Mit reinem Gewissen.
Ausgerechnet Sophie Scholl heißt sie, die andere Sophie Scholl. Die Jurastudentin. Sie steht kurz vor ihrem Staatsexamen, ihre beruflichen Aussichten sind gut. Da wird sie in einen Betrugsfall um Prüfungsaufgaben verwickelt. Sie soll als Entlastungszeugin für die angeklagte Sekretärin vor Gericht aussagen, würde damit aber ihren Professor, den wahren Schuldigen, belasten. Tut sie dies, riskiert sie ihre Karriere, die des Professors sowie die einiger Mitstudierenden. Lügt sie, verliert sie ihre Selbstachtung, ihre Loyalität zu sich selbst. Schweigen wäre eine Möglichkeit.
Die Namensschwester, die Widerstandskämpferin, bringt Sophie zu einer gedanklichen Gegenüberstellung und Auseinandersetzung mit deren Geschichte und Verhalten. Wird sie zum Gradmesser ihres Gewissens?

Rike Reiniger zeigt mit ihrem Stück, wie schwer es unter dem Druck anderer ist, seinen Prinzipien treu zu bleiben und für sie einzutreten. Dabei verknüpft sie das Leben der historischen Sophie Scholl mit dem Problem der Protagonistin Sophie und wirft dabei die Frage nach dem eigenen Verhalten der Zuschauenden auf.

Name: Sophie Scholl wurde mit dem Preis der juristischen Fakultät der Universität Regensburg ausgezeichnet. ‎
Besetzung
Sophie Scholl
Alexandra Kienitz
Regie & Ausstattung
Ramona Ries

Dramaturgie
Theresa Selter

Produktionsbegleitung
Sarah Michel
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