Autorenfoto: Max Goedecke Photography
In der Nähe. Eine Utopie der Kleinstadt?
(Ostdeutsche) Kleinstädte zwischen Vergangenheit und Zukunft: Simon Strauß im GesprächEintritt frei, Zählkarten an der Theaterkasse
Mittwoch22.04.
- 18:00 Uhr
- Apollo Görlitz
- Gastspiel
- iCalendar
Ist die Kleinstadt ein Ort der Zukunft: ein Ort, an dem sich die Gestalt der Gesellschaft sowohl ablesen als auch in die Wege leiten lässt? Lange Zeit politisch und medial vernachlässigt, erfahren mittlerweile gerade die ‚Provinzen‘ – die Dörfer sowie die Klein- und Mittelstädte in ruralen Räumen – einen Aufmerksamkeitsschub. Wie unter einem Brennglas sind hier brisante Frage- und Problemstellungen zu beobachten, die Gesellschaften um- und Transformationen antreiben: sei es Demographie und Daseinsvorsorge oder Migration und sozialer Zusammenhalt; sei es der Umgang mit der eigenen Vergangenheit, die Bedeutung von Gemeinschaft oder das Verhältnis von Ost und West, Stadt und Land, Zentrum und Peripherie.
Aber: Wie und aus welchen Perspektiven blicken wir auf die Lebenswelten kleiner Städte? Was lässt sich aus den Erfahrungen der Kleinstadtbewohner/innen lernen für gesamtgesellschaftliche Belange? Diesen und weiteren Fragen widmen wir uns im Apollo gemeinsam mit Autor und FAZ-Journalist Simon Strauß anlässlich seines jüngsten Buchs In der Nähe – und bringen dabei literatur-, sozial- und planungswissenschaftliche Perspektiven ins Gespräch mit Geschichte und Gegenwart.
Programmablauf
18:00 Begrüßung und Einführung: Utopien und Dystopien der Kleinstadt – Literatur, Planung, Gesellschaft
18:15 Marc Weiland: Überschaubarkeitsfiktionen. Kleine Städte in Literatur und Medien
18:30 Heidi Pinkepank: Kurze Wege, multifunktionale Orte, soziale Überschaubarkeit – die Kleinstadt aus stadtplanerischer Sicht
18:45 Julia Gabler: Anwesenheit: in der Nähe aus Distanz. Soziologischer Kommentar
- Pause -
19:30 Simon Strauß liest aus „In der Nähe. Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht“
im Anschluss: Podiums- und Publikumsgespräch
Aber: Wie und aus welchen Perspektiven blicken wir auf die Lebenswelten kleiner Städte? Was lässt sich aus den Erfahrungen der Kleinstadtbewohner/innen lernen für gesamtgesellschaftliche Belange? Diesen und weiteren Fragen widmen wir uns im Apollo gemeinsam mit Autor und FAZ-Journalist Simon Strauß anlässlich seines jüngsten Buchs In der Nähe – und bringen dabei literatur-, sozial- und planungswissenschaftliche Perspektiven ins Gespräch mit Geschichte und Gegenwart.
Programmablauf
18:00 Begrüßung und Einführung: Utopien und Dystopien der Kleinstadt – Literatur, Planung, Gesellschaft
18:15 Marc Weiland: Überschaubarkeitsfiktionen. Kleine Städte in Literatur und Medien
18:30 Heidi Pinkepank: Kurze Wege, multifunktionale Orte, soziale Überschaubarkeit – die Kleinstadt aus stadtplanerischer Sicht
18:45 Julia Gabler: Anwesenheit: in der Nähe aus Distanz. Soziologischer Kommentar
- Pause -
19:30 Simon Strauß liest aus „In der Nähe. Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht“
im Anschluss: Podiums- und Publikumsgespräch
Julia Gabler ist Soziologin und forscht seit 2015 am Institut für Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung der Hochschule Zittau-Görlitz u.a. zu Strukturwandelprozessen und Regionalentwicklung. Dazu hat sie mehrere Forschungsprojekte geleitet und Beteiligungsprozesse initiiert. In ihrer Dissertation hat sie über schrumpfende Industriestädte geschrieben.
Heidi Pinkepank ist Geschäftsführerin des Instituts für Neue Industriekultur INIK GmbH. Sie studierte Landschaftsplanung in Erfurt und Vilnius sowie World Heritage Studies an der BTU Cottbus. Im INIK beschäftigt sich Heidi u.a. mit den Bergbaufolgelandschaften in der Lausitz, mit Rückkehrenden in Kleinstädten und der Bedeutung von Kultur im Strukturwandel.
Simon Strauß ist Schriftsteller und Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge und ist Mitgründer der Gruppe Arbeit an Europa. Zuletzt erschienen von ihm die literarischen Texte Sieben Nächte (2017), Römische Tage (2019) und Zu Zweit (2023). In der Nähe (2025) ist sein erstes Sachbuch, für das er intensiv in der brandenburgischen Kleinstadt Prenzlau recherchierte.
Marc Weiland ist Vertretungsprofessor für Literaturwissenschaft an der Hochschule Zittau-Görlitz und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit literarischen und medialen Erzählungen ländlicher Räume. Er ist Gründer der Buchreihe Rurale Topografien im Transcript-Verlag und hat u.a. die Bücher Topografische Leerstellen (2018), Kleinstadtliteratur (2020) und Die Zukunft auf dem Land (2022) herausgegeben.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz und der Georg-August-Universität Göttingen.
1 Ticket. 6 Bühnen. 21 Produktionen. – Erfahren Sie mehr und sichern Sie sich jetzt Ihren Festivalpass hier.
Heidi Pinkepank ist Geschäftsführerin des Instituts für Neue Industriekultur INIK GmbH. Sie studierte Landschaftsplanung in Erfurt und Vilnius sowie World Heritage Studies an der BTU Cottbus. Im INIK beschäftigt sich Heidi u.a. mit den Bergbaufolgelandschaften in der Lausitz, mit Rückkehrenden in Kleinstädten und der Bedeutung von Kultur im Strukturwandel.
Simon Strauß ist Schriftsteller und Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge und ist Mitgründer der Gruppe Arbeit an Europa. Zuletzt erschienen von ihm die literarischen Texte Sieben Nächte (2017), Römische Tage (2019) und Zu Zweit (2023). In der Nähe (2025) ist sein erstes Sachbuch, für das er intensiv in der brandenburgischen Kleinstadt Prenzlau recherchierte.
Marc Weiland ist Vertretungsprofessor für Literaturwissenschaft an der Hochschule Zittau-Görlitz und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit literarischen und medialen Erzählungen ländlicher Räume. Er ist Gründer der Buchreihe Rurale Topografien im Transcript-Verlag und hat u.a. die Bücher Topografische Leerstellen (2018), Kleinstadtliteratur (2020) und Die Zukunft auf dem Land (2022) herausgegeben.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz und der Georg-August-Universität Göttingen.
1 Ticket. 6 Bühnen. 21 Produktionen. – Erfahren Sie mehr und sichern Sie sich jetzt Ihren Festivalpass hier.
Besetzung
Kritiken und Pressestimmen
»Es gibt Grenzgänger zwischen der großen Welt der Anywheres und jener kleinen der Somewheres, Menschen, die sich in beiden Sphären zu Hause fühlen und beiden Seiten Respekt entgegenbringen. Insgeheim ist auch Strauß so ein Grenzgänger, zumindest sympathisiert er mit ihnen. Von ihnen kann man, wie das Buch eindrucksvoll zeigt, eine ganze Menge lernen.«
Michael Sommer, Süddeutsche Zeitung, 14. November 2025
»Das Besondere an diesem nicht ausschließlichen Prenzlau-Buch ist neben aller wissenschaftlichen Betrachtung die Tatsache, dass hier die Menschen selbst zu Wort gekommen sind.«
Thorsten Pifan, Märkische Oderzeitung (MOZ), 3. Dezember 2025
»Simon Strauß zeigt, was die ostdeutsche Kleinstadt Prenzlau über Demokratie lehrt.«
3sat Kulturzeit, 18. November 2025
Michael Sommer, Süddeutsche Zeitung, 14. November 2025
»Das Besondere an diesem nicht ausschließlichen Prenzlau-Buch ist neben aller wissenschaftlichen Betrachtung die Tatsache, dass hier die Menschen selbst zu Wort gekommen sind.«
Thorsten Pifan, Märkische Oderzeitung (MOZ), 3. Dezember 2025
»Simon Strauß zeigt, was die ostdeutsche Kleinstadt Prenzlau über Demokratie lehrt.«
3sat Kulturzeit, 18. November 2025